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Waschmittel selber machen

Hinweis: Es kamen einige Bedenken zur Verwendung von Borax auf. Hier gibt es ein Rezept für Waschmittel ohne Borax!

Warum macht man sowas?!

Wie jetzt – DIY Waschmittel? Das kann man doch ganz bequem kaufen – und teuer ist es nun auch nicht wirklich. Es kostet halt so viel, wie… Waschmittel nun mal kostet. Könnte man sagen. Aber um Waschmittel selber machen zu wollen, kann es verschiedene Grüne geben:

  • Geld sparen
  • Wäsche ohne künstliche/chemische Zusätze waschen
  • Unabhängigkeit von großen Firmen/Selbstversorger sein
  • Die schiere Neugier, etwas Neues selber zu machen :3

Ich muss zugeben, bei mir war es vor allem letzteres – ich wollte herausfinden, ob Wäsche mit Waschmittel aus so simplen Zutaten, wie ich sie genutzt habe, wirklich sauber wird. Drei Zutaten vermischen, zur Wäsche hinzugeben und dann wird sie sauber? Kann ja fast nicht sein!

Und es ist mir auch nicht egal, was auf meine Haut kommt. Waschmittelzusammensetzungen lesen sich oft wie ein chemischer Krimi und was ich nicht lesen kann, kann mein Körper noch weniger verstehen.

Nachdem wir nun mögliche Gründe analysiert haben, geht es frisch ans Werk!

Was brauche ich?

Ich habe ein Rezept von einem privaten Blog aus den USA genommen und die Mengenangaben modifiziert. So habt ihr eine kleine Menge zum Ausprobieren, die auch schon für etwa 20 Ladungen reicht (Angabe nur geschätzt!) und könnt euch je nach Bedarf neues Waschmittel machen, wenn es zur Neige geht (hihi, ich finde das so cool: „Waschmittel machen“).

Was ihr braucht - auf einen Blick

Was ihr braucht – auf einen Blick

Zutaten:

  • 1/3 Stück Kernseife (gibt’s im Supermarkt, 1 Stück kostet etwa 0,39 €)
  • 1/3 Tasse Borax (was ist das?)
  • 2 Tütchen Natron (gibt’s im Supermarkt, Inhalt à 70 g, kostet etwa 0,70 €)

Utensilien:

  • Schüsselchen
  • Holzlöffel
  • Küchenreibe (grob)
  • luftdichter Behälter

Wie geht das?

Hier nun die Anleitung, Schritt für Schritt und mit Bildern :)

1. Seife mit der Küchenreibe klein hobeln.

Gehobelte Kernseife

Gehobelte Kernseife

2. Fügt Borax und Natron hinzu.

Borax und Natron hinzufügen

Borax und Natron hinzufügen

3. Rührt alles kräftig um.

4. Lagert das Pulver in einem luftdichten Behälter, wie zum Beispiel einem Vorratsglas.

Mein tolles Glas habe ich übrigens von einer lieben Freundin geschenkt bekommen <3

Mein tolles Glas habe ich übrigens von einer lieben Freundin geschenkt bekommen <3

Fertig! Ihr habt soeben Waschmittel selber gemacht. Es ist wirklich so einfach!

Anwendung

Gebt bei eurer nächsten Wäsche etwa einen Esslöffel des Pulvers in das Waschmittel-Fach eurer Waschmaschine. Bei wenig verschmutzter Kleidung oder halber Ladung könnt ihr entsprechend geringer dosieren.

Ich habe nun seit etwa einem Monat meine Wäsche mit selbstgemachtem Waschmittel gewaschen und meine Wäsche wird genauso sauber wie mit gekauftem Waschmittel. Die hier wie beschrieben hergestellte Menge reicht für etwa 20 Waschmaschinenladungen, allerdings ist das nur eine grobe Schätzung.

Als Weichspüler nehme ich Essig (den ganz einfachen, hellen, günstigen ^^), fülle ihn in das Weichspülerfach und füge ein paar Tropfen meines liebsten ätherischen Öls hinzu. Ich nehme sehr gern Zitrone, Orange, Pfefferminze oder Lavendel. Die frisch gewaschene Wäsche duftet dann sehr gut. Nachdem sie trocken ist, kann man den Duft allerdings nicht mehr wahrnehmen und sie riecht einfach nur nach frischer Wäsche ;)

 

Habt ihr Fragen zur Herstellung, Anwendung oder zum Ergebnis? Oder habt ihr auch schon mal selber Waschmittel gemacht?

Demnächst will ich Spülmaschinentabs (bzw. -pulver) selber machen und werde gern berichten! :)

Veröffentlicht von

Mein Name ist Dori und ich bin mitten in meinen goldenen Zwanzigern ;) Meine Zeit vertreibe ich mir – nach 5 Jahren Studium in Dresden und Merseburg – mit arbeiten und leben in Frankfurt am Main. Ich schreibe und lese sehr, sehr gern und bin seit etwa 3 Jahren dabei, einen minimalistischen Lebensstil zu kultivieren. Was das ganz genau heißt, möchte ich euch in meinen Posts hier auf minimalistenfreun.de gern näher erläutern. Ich beschäftige mich sehr gern mit Design und Sprache, lese gern Blogs zum Thema Architektur und Innendesign/Interieur, außerdem koche ich leidenschaftlich gern – backen ist auch okay ;) Ich liebe es, zu improvisieren und leckere Sachen zu kochen. Am liebsten habe ich dann auch Besuch und bin gern die Gastgeberin einer kunterbunten Runde von lieben Menschen. Eins meiner viel zu wenig ausgeübten Hobbies ist das Nähen – denn Kleidung und Mode ist für mich ein sehr wichtiges Thema, um sich selbst auszudrücken. Ich setze mich gern damit auseinander, meinen Stil zu definieren und ihn mit Kleidung zu verstärken. Dabei möchte ich Wert darauf legen, dass die Sachen, die ich trage, fair produziert wurden und eine hervorragende Qualität haben. In meinen Blog-Posts wird es unter anderem auch um meine Challenge für 2014 gehen, nur Kleidung, Schuhe und Accessoires aus Second Hand und/oder fairer Produktion zu kaufen! :)

14 Kommentare

  1. Toller Beitrag!
    Die einfachen Dinge wirken doch meistend am besten. Statt Spülmaschinenpulver würde ich mich auch sehr über einen Beitrag zu alternativen Handspülmitteln freuen. (Unfreiwilliger Minimalismus beim Thema Geschirrspülmaschine :D )

    Antworten

  2. Liebe Dori,
    bei dem Borax wäre ich aber vorsichtig. Laut Wikipedia gilt es als giftig und die Fruchtbarkeit beeinträchtigend… lg Manne

    Antworten

    • Hallo,
      wegen dem Borax muß man sich keine Sorgen machen. Lest man bitte die Boraxverschwörung von Walter Last.

      Antworten

  3. Hallo Manne,
    vielen Dank für deinen Kommentar. Als ich das Waschmittel machen wollte, hatte ich mich nochmal zum Thema Borax belesen. Vorher hatte ich es nur (erfolgreich) genutzt, um Schimmel an einer Wand zu bekämpfen – wenn es aber Kleidung säubern soll, die man dann später am Körper trägt, wollte ich mehr wissen.
    Hier habe ich einen sehr guten Artikel gefunden: http://www.crunchybetty.com/getting-to-the-bottom-of-borax-is-it-safe-or-not

    Geht man beim Wikipedia-Beitrag zu Borax zur Seite von Natriumtetraborat (http://de.wikipedia.org/wiki/Natriumtetraborat) steht der Gefahrenhinweis „giftig“ da, aber in der Verwendung wird aufgezählt, dass der Stoff auch in Cremes verwendet wird. Er wird, trotzdem er giftig ist, also direkt auf die Haut aufgetragen.

    Man könnte jetzt mal untersuchen, welche Stoffe im herkömmlichen Waschmittel drin sind und wie viele davon offiziell als giftig gelten. Oder reizend. Oder generell gesundheitsgefährdend.

    Am Ende muss jeder selbst entscheiden, was er für Stoffe an seinen Körper lässt und was er verwenden möchte. Ich habe mit Borax als Waschmittel keine schlechten Erfahrungen gemacht. Tausende andere Menschen scheinbar auch nicht :)

    Antworten

    • Bei Cremes bin ich ebenso vorsichtig. Die toxfox App hat schließlich grundsätzlich dafür gesorgt, dass das Bewusstsein dafür gestiegen ist, dass viele bedenkliche Stoffe in z.B. Kosmetika vorhanden sind. Einzeln sind die oft unter den bedenklichen Grenzwerten, aber wer benutzt schon nur Duschgel?

      Natürlich steht es jedem frei, dass zu benutzen, was er möchte. Mir ist das nur bei wikipedia direkt aufgefallen.
      lg
      Nanne

      Antworten

  4. Hi :)
    Ich habe Chemie studiert und würde an deiner Stelle auch nicht unbedingt Borax verwenden. Dass es giftig und fruchtbarkeitsschaedigend ist, stimmt leider. Wir haben es nur mit Handschuhen angefasst und unterm Abzug damit gearbeitet. In Kosmetika sind leider sehr viele giftige Sachen drin, z.B. Benzoesaeure… Meist sind da nur Spuren drin, ich meide diese Kosmetika aber trotzdem, weil mir meine Gesundheit wichtig ist. An deiner Stelle würde ich lieber ganz auf Borax verzichten… Gibt’s da keine Alternative? :)

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  5. Pingback: Plastikfreies Bad: Meine Erfahrung mit Solid Shampoo | frau momos minimalismus

  6. Hallo,

    Das Rezept ist ganz ok enthält aber einen Fehler: im Originalblog wird Waschsoda, nicht Natron, verwendet. Das ist ein kleiner Unterschied, da Waschsoda auch bei niedrigen Temperaturen gut wirkt, Natron braucht mehr Hitze!
    Waschsoda gibts im Drogeriemarkt und zB bei REWE. Wo kaufst Du denn das Borax?
    Gruß Anne

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  7. Habe das Rezept aus den USA auch anders übersetzt und demnach Waschsoda, Kernseife und als Ersatz für Borax, Wiener Kalk verwendet.

    Lg. Alice

    Antworten

  8. Hallo, vielen lieben Dank für eure zahlreichen Kommentare und Hinweise zu besser verträglichem Waschmittel ohne Borax! Ich möchte demnächst auch mal wieder Waschmittel selber machen, diesmal ohne Borax, und werde mich an dem Rezept von Maximilian Knap versuchen :)

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  9. Es geht noch viel einfacher. Patounis grüne Waschkernseife (oder ähnliches Produkt) kaufen und klein raspeln und damit ab in die Trommel.

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  10. Hallo alle Borkritiker,
    Bor ist ein nätürliches Spurenelement und kommt in Nahrungsmitteln, Gurke, Nüssen, Kartoffeln auch vor. Bloß sind unser Nahrungsmittel wegen Überdüngung dermaßen ausgelaugt und belastet das wichtige Spurenelemente wie zB. Bor nicht mehr zu genüge da sind. Der Mensch verkalkt, kriegt Arthrose, Pilzerkrankungen, Herzinfarkt. Bor könnte dem vorbeugen, das schadet aber der Pharmaindustrie. Da wo Bor abgebaut wird sind die Menschen auch gesund. Die kriegen auch gesunde Kinder.
    Waschsoda und Ätznatron halte ich da für viel giftiger.
    Das krieg ich aber zur Waschpulverherstellung, Borax aber nicht.
    LG Heidi

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    • Jupp, das ist auch der einzige Grund, warum Borax verboten wurde – weil es gegen Arthrose hilft (im Umfeld schon mehrmals erlebt). Fehlende Patienten mit Osteoporose, Arthritis/Arthrose und daraus resultierende Frakturen könnten die Pharma um Ihr Geld bringen …
      Natriumchlorid ist übrigens giftiger und schon in geringerer Dosis auch fruchtschädigend.
      Und das, womit Borax in herkömmlichen Waschmitteln ersetzt wurde, ist auch wesentlich bedenklicher … Ein Schelm, wer hier Böses denkt.
      Jeder sollte sich selbst schlau machen. Ich habe zudem das Glück, einen sehr erfahrenen Arzt zu haben, der Sachen nach ihrer Wirksamkeit anwendet und nicht weil ein Pharmaunternehmen ein neues Patent herausgebracht hat. Sehr interessant hier auch die Geschichte um Strophantin oder Nattokinase (einfach mal googlen)

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